Der Schandfleck verschwindet

Ladenburg. (stu) Eine Baustelle, die derzeit viel Interesse weckt, ist das Neubauobjekt am Stadteingang Nord. An der Weinheimer Straße wird derzeit rege gearbeitet. Fast zwei Jahre tat sich hier nichts, denn nach der Teilfertigstellung der Reihenhäuser an der Weinheimer Straße ging dem Bauträger das Geld aus. Die Handwerker stellten die Arbeit ein - die Folge war eine Bauruine, die immer mehr zum Schandfleck am Stadteingang wurde.

 

Immer wieder war das Bauvorhaben Thema bei Gemeinderatsanfragen. Nicht nur die Anwohner der Reihenhäuser störte die Bauruine - auch die Verwaltung hatte großes Interesse, den unschönen Zustand zu beseitigen.

 

Mit der Firma CK Projektentwicklung aus dem hessischen Stockstadt fand sich schließlich ein Investor. Die größten Probleme waren rechtlicher Natur, erklärte Firmeninhaber Werner Stang, dass die Rückabwicklung der Kaufverträge mit dem zahlungsunfähigen Unternehmen viel Zeit gekostet habe. Letztendlich seien die vier Käufer mit einem blauen Auge davongekommen. Sie erhielten einen Großteil ihrer Zahlungen zurück.

 

Im Mai 2012 stellte der Investor einen Bauantrag für das Anwesen, der im Technischen Ausschuss für Diskussionen sorgte. "Zu wuchtig und zu nahe an der Straße", waren die Befürchtungen. Andererseits konnte die Verwaltung froh sein, dass sich überhaupt ein Investor bereit erklärte, das Bauvorhaben fertigzustellen.

 

"Mit der Ladenburger Verwaltung, aber auch dem Landratsamt lief die Zusammenarbeit reibungslos", bewertete Stang die Kooperation. Das als Wohn- und Geschäftshaus geplante Gebäude wurde zum reinen Wohnkomplex umgeplant. Es entstanden acht Eigentumswohnungen mit einer Fläche zwischen 70 und 150 Quadratmetern. Das Interesse am Kauf der Wohnungen sei mehr als erfreulich. Ladenburg sei eine begehrte Wohnstadt mit einer hohen Freizeit- und Lebensqualität - außerdem sei die Lage mitten in der Metropolregion verkaufsfördernd, sagte Stang. Das Gebäude entspreche dem KfW70-Standard und wird mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.

 

Bereits jetzt - also im Rohbauzustand - seien vier der acht Wohneinheiten verkauft, freute sich Vertriebsleiter Marcus Hirtz. Noch können individuelle Wünsche der Käufer berücksichtigt werden, erklärte er. Für die Wohnungen werden die Stellplätze in der Tiefgarage angelegt. Mit einem Aufzug lassen sich die Wohnungen erreichen. Die Einfahrt in die Tiefgarage erfolgt jetzt über die Weinheimer Straße. Ursprünglich sollten die Stellplätze über die Luisenstraße angefahren werden, was der Investor aber umplanen ließ.

 

"Vom Ablauf her haben wir das Beste aus der Situation gemacht", ist Stang mit der Neuplanung zufrieden. Derzeit werden gerade die Balkonelemente in das barrierefreie, massiv gebaute Wohngebäude eingebaut. Der Investor ist zuversichtlich, dass auch die vier restlichen Wohnungen bald verkauft sind. Es lägen Anfragen vor. Noch nicht verkauft sind die Wohnungen im ersten Obergeschoss, die je nach Größe zwischen 160.000 bis 300.000 Euro kosten. Auch die Dachgeschosswohnung mit einer Wohnfläche von 135 Quadratmeter, die knapp 400.000 Euro kostet, ist noch zu haben.

 

Wegen der schlechten Witterung können die Bauarbeiter derzeit nur bestimmte Arbeiten ausführen. Der Bauträger hat allerdings zugesagt, dass die ersten Eigentümer ihre Wohnungen im Oktober 2013 beziehen können. "Mein Unternehmen ist bekannt dafür, dass Zusagen und Absprachen eingehalten werden", ist Stang optimistisch, dass die Bauabwicklung so problemlos wie bisher fortgesetzt werden kann.

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